Corsagen – immer im Trend
von admin
am 25. September 2010
in Unterwäsche
Sobald der Begriff „Corsage“ fällt, denken viele Menschen heutzutage meist an erotische Unterwäsche, die in aufregenden Varianten oft nur in Erotik-Shops zu erhalten ist. Dabei reicht die Geschichte des Korsetts viele Jahrhunderte zurück. Der Begriff Corsage ist von dem französischen Wort für Körper abgeleitet. Es ist ein ärmel- und trägerloses Oberteil, das mit Hilfe von Schnüren festgezogen und fixiert wird. Dabei umschließt es den Oberkörper so eng, dass dieser mit Hilfe des Korsetts verformt werden kann. Die maximalste Verformung, die zu erreichen ist, ist die berühmte Wespentaille. Hierbei beträgt der Umfang der Taille einer Frau nur noch 58 Zentimeter. Diese Art der Schönheit ist jedoch stark umstritten, da es die Gesundheit stark belastet.

Corsagen
Die Tradition der Corsage reicht viele Jahrhunderte zurück und wurde bereits im 15. Jahrhundert unter der normalen Kleidung getragen. Damals hieß sie jedoch noch „Schnürrbrust“ und diente meist als ein steifes Oberteil. Ab 1730 wurde das Korsett dann revolutioniert. Nun war es möglich, die Corsage vorne oder hinten zu binden. Aus dieser Zeit heraus entstanden auch die heute so bekannten Trachtenmoden aus Bayern. Für die Versteifung des Oberteils dienten noch bis ins 19. Jahrhundert hinein Fischbeinknochen. Corsagen mit Hacken und Ösen gab es nur vereinzelt. Blieb das Prinzip des Korsetts immer gleich, änderten sich jedoch immer wieder Design und Form. Auch durchlebte es einige Modeerscheinungen. So wurde die Corsage lange Zeit dazu verwendet, die Brüste aufreizend aneinander zu drücken, bei anderen Modellen wurde bedingt durch Unwissenheit eine so feste Schnürrung verwendet, dass der Rücken in eine S-Form geriet. Bedingt durch die Emanzipation der Frau ab 1920 verschwand die Corsage nach und nach aus den Kleiderschränken. Heute ist sie meist nur noch als erotisches Accessoire bekannt. Das Anziehen einer Corsage ist dabei eine Wissenschaft für sich. Zu Beginn wird die Schnürung so weit gelockert, dass sie problemlos um die Taille passt. Mit Hilfe der Haken und Ösen wird sie nun an den Seiten verschlossen. Die richtige Position ist dabei entscheidend für das Gelingen. Die Mitte der
Corsage muss mit der Mitte des Oberkörpers übereinstimmen und auch die Brust muss sich auf der für das Korsett richtigen Höhe befinden. Erst beim richtigen Sitz sollten die Bänder enggezogen und zu einer Schleife verknüpft werden. Bei Bedarf können diese auch noch nachträglich einzeln nachgestellt werden.
Bildnachweis: © soz94gec – Fotolia.com
Tags: Corsagen, dessous, unterwäsche
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