Die Zeiten, in denen die Frauen die „abgelegten“ Handys ihrer Männer nach der Vertragsverlängerung weiternutzen sind schon lange passe. Weil der Handymarkt gesättigt ist wie kein zweiter, wollen sich die Hersteller der Mobiltelefone über alle möglichen Nischenangebote positionieren und für die Kundschaft attraktiv machen. Das Resultat ist eine schier unübersichtliche Anzahl von Modellen. In allen erdenklichen Farben und Formen kommen die Handys heute daher. Abgesehen vom Apple iPhone gibt es kaum noch Modelle, von denen man auf Anhieb den Modellnamen benennen könnte. Auch für die Zielgruppe der Frauen, werden heute viele Endgeräte angeboten. Selbst regelrechte Frauenhandys werden angeboten. Diese fallen neben der vermeintlich femininen Farbe auch noch durch technische „Raffinessen“ wie Einkaufsliste oder Menstruationskalender auf.
Vielleicht ist es jedoch genau diese Ausrichtung auf das Thema Frau, dass die Versuche der Hersteller bis dato nicht sonderlich erfolgreich waren, regelrechte Frauenhandys zu etablieren. Die Frau von Welt will kein Frauenhandy mit Spielereien wie eingebautem Schminkspiegel oder einer Einkaufsliste, sondern sie will ein leistungsfähiges Smartphone, das an Rechenpower dem heimischen PC in nichts nachsteht. Wenn dieses Smartphone dann lila ist oder auch rosa. Das lässt „Sie“ sich dann gern gefallen. Aber ein Frauenhandy? Kein Mann käme auf die Idee sich ein Männerhandy zu kaufen.
Dem Kind im Manne reicht es vollkommen, wenn der Speicher so groß ist, dass man leicht die halbe Menschheit im Telefonbuch abspeichern kann. Die Wlan und UMTS-Verbindungen müssen gigantisch schnell sein und das Smartphone muss auch sonst dem neusten Stand der Technik entsprechen. Ganz so extrem sieht Maxime Mustermann die Welt nicht, aber ein funktionstüchtiger Terminkalender, ein großes Telefonbuch und weitere nützliche Businessfunktionen müssen es auch für die Damenwelt heute schon sein. Die „Femininisierung“ des Handys fängt dann eher durch die Verzierung des Handys durch allerlei Handyschmuck und hübsche Handytaschen an. Dieser Markt dürfte weitgehend von Frauen und jungen Mädchen dominiert werden. Wer regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, weiß wovon die Rede ist.
Bildnachweis: Telefon.de
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10. Mrz